FCAS: BDLI und IG Metall befürworten Kurswechsel zur Zwei‑Flugzeuge‑Lösung

Berlin, 9. Februar 2026 - Der Bundesverband der Deutschen Luft‑ und Raumfahrtindustrie (BDLI) und die Industriegewerkschaft Metall (IG Metall) befürworten, innerhalb des europäischen Luftkampfsystems FCAS (Future Combat Air System) künftig auf eine Zwei‑Flugzeuge‑Lösung zu setzen. FCAS sieht die Entwicklung einer Neuen Flugzeuggeneration, Begleitdrohnen und einer vernetzenden „Combat Cloud“ vor. Industrie und Gewerkschaft sind der Überzeugung, dass die Zwei‑Flugzeuge‑Lösung den Weg für klare Verhältnisse und Perspektiven freimacht: Damit würden nicht nur der aktuelle Dissens, sondern auch Planungsunsicherheiten beseitigt. Gerade für Deutschland eröffnen sich neue industriepolitische Chancen.

Marie‑Christine von Hahn, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der deutschen Luft‑ und Raumfahrtindustrie (BDLI):
„Eine Zwei‑Flugzeuge‑Lösung ist kein Scheitern, sondern das Erwachsenwerden von FCAS. Sie erlaubt unterschiedliche nationale Schwerpunkte und reduziert Reibungsverluste, weil Kooperation dort stattfindet, wo sie wirtschaftlich und technologisch sinnvoll ist. Deutschland hat ein breites industrielles Rückgrat aus großen Herstellern sowie kleinen und mittleren Unternehmen, die über langjährige und umfassende Expertise im Flugzeugbau verfügen. In Kombination mit einem robust ausgestatteten Bundeshaushalt sind wir in der Lage, selbstbewusst zu investieren und damit industriepolitisch mutige Wege zu beschreiten.“

Jürgen Kerner, Zweiter Vorsitzender der Industriegewerkschaft Metall (IG Metall):
„Wir unterstützen ausdrücklich die partnerschaftliche Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie in Europa. Dabei muss aber klar sein: Wenn die Bundesregierung für ein länderübergreifendes Projekt wie FCAS Steuergelder in die Hand nimmt, muss zu einem fairen Anteil Wertschöpfung in Deutschland entstehen, müssen Arbeitsplätze hier bei uns gesichert werden. Die Zwei-Flugzeuge-Lösung kann das gewährleisten. Diese Lösung wird Beschäftigung entlang der gesamten Wertschöpfungskette in Deutschland stärken: von den kleinen und mittelständischen Unternehmen bis hin zu den großen.“

Der BDLI
Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) bündelt nahezu alle strategischen Schlüsseltechnologien und vertritt mit über 280 Mitgliedern und 120.000 direkt Beschäftigten die Interessen der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie. Der Umsatz liegt bei 52 Mrd. € (2024). Zu den primären Aufgaben des BDLI gehören die Kommunikation mit politischen Institutionen, Behörden, ausländischen Vertretungen in Deutschland und Verbänden, sowie verschiedenste Mitglieder-Serviceleistungen im In- und Ausland. Der Verband ist Markeninhaber der Luft- und Raumfahrtmesse ILA, die alle zwei Jahre (nächster Termin: 10.-14. Juni 2026) im Fokus der internationalen Aufmerksamkeit steht. Der BDLI ist offiziell beim Deutschen Bundestag akkreditiert, Mitglied des europäischen Dachverbandes AeroSpace and Defence Industries Association of Europe (ASD) und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). 

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